LPK rügt Informationspolitik der Staatskanzlei im Fall Althaus
Die Thüringer Landespressekonferenz (LPK) hat die Informationspolitik der Staatskanzlei im Fall des zu Jahresbeginn bei einem Skiunfall schwer verletzten Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) gerügt.
«Die Art und Weise, wie Informationen über Gesundheitszustand und Zukunft des Menschen und Ministerpräsidenten Dieter Althaus gleichzeitig verweigert und gezielt gesetzt wurden, hat uns tief verärgert und große Irritationen hinterlassen», hieß es in einem Schreiben an die Staatskanzlei von Donnerstag.
Die Thüringer Landespressekonferenz (LPK) hat die Informationspolitik der Staatskanzlei im Fall des zu Jahresbeginn bei einem Skiunfall schwer verletzten Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) gerügt.
«Die Art und Weise, wie Informationen über Gesundheitszustand und Zukunft des Menschen und Ministerpräsidenten Dieter Althaus gleichzeitig verweigert und gezielt gesetzt wurden, hat uns tief verärgert und große Irritationen hinterlassen», hieß es in einem Schreiben an die Staatskanzlei von Donnerstag.
Nichts sei wichtiger als die Genesung des schwer Verletzten, diese Maxime hätten die Journalisten der LPK als Selbstverständlichkeit akzeptiert und Zurückhaltung geübt. «Umso unverständlicher ist es, wenn im Windschatten dieser Zurückhaltung gezielt Informationen gesetzt werden, ohne dass nachgefragt werden kann, ohne dass sich Thüringer Medien einen eigenen Eindruck verschaffen können. Man wird den Eindruck nicht los, dass objektive Berichterstattung durch gezielte Inszenierung ersetzt werden sollte», kritisiert die LPK.
Dieses Vorgehen untergrabe die Glaubwürdigkeit der Landesregierung und damit die Grundlage der Berichterstattung.
Die LPK ist ein Zusammenschluss landespolitischer Korrespondenten. Sie organisiert unter anderem Pressekonferenzen mit Regierungsvertretern, Parteien und Verbänden. Althaus hatte sich zu Wochenbeginn im Boulevard-Blatt «Bild» erstmals zu seinem schweren Skiunfall am Neujahrstag in Österreich geäußert. Zuvor gab es von ihm lediglich wenige schriftliche Statements. In dem Blatt erschienen zudem mehrere Fotos von ihm. Nach der Beerdigung von Althaus’ Vater Mitte Februar war bereits ein offenbar gestelltes Bild in der Zeitung veröffentlicht worden. Pressefotografen waren hingegen zuvor bei ihrer Arbeit massiv behindert worden.
Althaus war am Mittwoch aus einer Rehabilitationsklinik in Baden-Württemberg in seinen Heimatort Heilbad Heiligenstadt zurückgekehrt. Dort soll eine ambulante Therapie folgen. Althaus war am Neujahrstag in Österreich auf einer Skipiste mit einer Frau zusammengeprallt, die ihren Verletzungen erlag. Der 50-Jährige hatte bei dem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit einer Hirnblutung erlitten. Er wurde zwischenzeitlich von einem Gericht in Österreich wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Quelle: DDP